| Optische Abbildungsfehler werden durch optische Elemente verursacht. Nicht alle von einem Punkt auf dem Objekt ausgehenden --> Lichtstrahlen treffen sich nach der --> optischen Abbildung im gleichen Pixel. Das führt dazu, daß das Objekt nicht originalgetreu (mathematisch ähnliche) im Bild erscheint hinsichtlich seiner - Maßstabstreue - Schärfe - Kontrastes - Farbtreue Fünf Abbildungsfehler sind typisch: --> Öffnungsfehler (auch sphärische Aberration) --> Astigmatismus --> Koma --> Bildfeldwölbung --> Verzeichnung --> Farbfehler werden aus den Abbildungsfehlern abgeleitet. Eine anschauliche Zusammenfassung und Quantifizierung aller Abbildungsfehler (außer Verzeichnung) liefert die --> Modualtionsübertragungsfunktion. Abbildungsfehler können an realen optischen Systemen nie ganz beseitigt werden. Sie können nur auf ein für den jeweiligen Anwendungsfall akzeptables Maß reduziert werden. Allgemeine Aussagen zu Abbildungsfehlern: - Abbildungsfehler sind im achsnahen Bereich (um die optische Achse) i. A. am kleinsten und am Bildrand am größten - Abbildungsfehler sind in Zonen von konzentrischen Kreisen gleich groß - Abbildungsfehler können durch bewußte Blendeneinstellung (mittlere Blenden) verringert werden - es gibt ein Optimum - die Spezifikationen der Abbildungsfehler gelten nur innerhalb des festgelegten Betriebsbereiches (z.B. durch Schneckengang vorgegebenen Entfernungsbereich) Außerhalb dessen werden die Abbildungsfehler größer. - jedes sphärische optischen Bauelement hat Abbildungsfehler - Objektive gleicher Brennweite / Öffnung können sehr verschiedene Abbildungsfehler aufweisen - die Korrektio der Abbildungsfehler erfolgt immer hinsichtlich des Anwendungszweckes und ist ein Kompromiß zwischen Aufwand (Komplexität, Materialaufwand, Entwicklung) und Korrektionszustand. |